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Tunika Allgemeines: Die klassische römische Unterbekleidung hat bis heute jede Menge Varianten in aller Welt.
Ursprüglich wurde die kreuzförmige Tunika in einem Stück gewebt. Viele der Varianten erfordern jedoch kleinteilige Ergänzungen und Einsätze.
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Tunica Das Hauptbekleidungsmittel war die Tunica. Normalerweise trug man von ihnen zwei, eine Untertunica und eine darüber. Tunciae bestanden in der Regel aus Wolle
oder Leinen und waren unifarben. Möglich ist es jedoch, dass auch im regulären Dienst getragene Tunicae Clavi, also zwei senkrechte Streifen vorne und hinten aufwiesen, die sowohl aufgenäht als auch eingearbeitet
sein konnten. Viele Abbildungen lassen jedoch eher auf rein unifarbene Tunicae schließen, die diese Clavi nicht aufweisen. In dem Zusammenhang wird auch viel über die Farbgebung diskutiert. Eine weit verbreitete
These lautet, dass alle Militärs rote Tunicae trugen, da dies die Farbe des Mars wäre und ein großer Teil der Abbildungen, wie etwa die Portraits aus Dura Europos diese Farbe zeigen. Aufgrund des mangelnden
Fundgutes zu diese Thema und guter Gegenargumente wird darüber aber noch eine Weile gestritten werden. Daher eignen sich nach aktuellem Wissensstand nur einige Naturfarben und ungefärbte Stoffe, wobei manche
der Farben zusätzliche Bedeutung haben oder einen sozialen Status anzeigen. Sehr wichtig ist die korrekte Länge. Auch beim Militär sollten die Tunicae bis zu den Knien reichen. Zu kurz war ein Sittenverstoß,
während zu lang als weibisch galt. Dabei geht es nicht um Zentimeter.
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Männerkleidung Römische Kleidung ähnelte der grieschichen sehr. Die Tunika war das Kleidungsstück für alle. Tuniken bestanden meistens aus zwei
rechteckigen Wolltüchern, die an den Schultern verbunden wurden und bis zu den Knien hinunterhingen. Die meisten waren aus ungefärbter Wolle und hatten deswegen eine Farbe wie Haferbrei. Die Tunika wurde in der
Taille durch einen Gürtel zusammengehalten. Wohlhabende trugen eine längere Tunika. Das berühmteste Kleidungsstück der Männer war die Toga, die über der Tunika getragen wurde. Allen freigeborenen war es gesetzlich
erlaubt, eine Toga zu tragen. Meisten trugen aber nur Männer aus der Oberschicht die Toga als Zeichen einer offiziellen Mission: Magistrate und Senatoren legten sie an, wenn sie ihre Staatspflichten erfüllten.
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Frauenkleidung Römische Frauen - zumindest der oberen Schichten - widmeten ihrer Kleidung (besonders seit Beginn der Kaiserzeit) ihrer
Kleidung große Aufmerksamkeit. Dabei wurde einem relativ schlichten "Einheitslook" durch die Qualität der Stoffe, durch Farben und Accessoires eine besondere Note verliehen. Die reicheren
Frauen bevorzugten statt Leinen und Wolle eher Baumwolle oder die aus dem Osten stammende Seide. Diese Stoffe waren leichter und angenehmer, vor allem aber ließen sie sich besser färben. So passten die
Matronen oft die Kleider ihrer Haut- oder Haarfarbe an und ließen sie so vielfältig färben, dass die Straßen von unterschiedlichen Safrangelb-, hellen und dunklen Rot- und Purpurtönen nur so wimmelte.
Bunte Fächer gegen die Hitze und farbige Sonnenschirme ergänzten das elegante Gesamtbild. Die weibliche Kleidung bestand im Wesentlichen aus tunica, stola und Unterkleidern. Auf der Haut trug man ein
Hemd, die tunica interior, und darunter oder darüber eine Art Brustband zum Stützen der Brüste (fascia pectoralis). Über dem Hemd trug die Matrone (eine verheiratete Hausherrin) die stola, so wie der
Mann als bestes Kleidungsstück die toga trug. Die Stola war ein langes, bis zu den Füßen reichendes Kleid, das in der Taille durch einen Gürtel gerafft wurde. Am Saum wurde oft noch eine Borte aus Purpur
befestigt. Darüber trugen die Frauen draußen häufig noch einen einfachen quadratischen Umhang, den ricinum, der Schultern und Kopf bedecken konnte. Dieser wurde später durch die palla, ein größeres,
reich verziertes Gewand in Form eines Umhangs ersetzt. Schuhwerk von Männern und Frauen war weitgehend identisch, wobei die Schuhe und Sandalen der Frauen häufig lebhaftere Farben hatten. Die Haare
wurden oft in grobmaschigen Netzen (reticulum) zusammengebunden. Zum Teil waren sie aus Gold gewirkt oder gaben den Haaren durch Form oder Färbung ein besonderes Aussehen. Die Haare der verheirateten
Frau, der Matrona, mussten bedeckt sein und wurden durch Stoff- oder Wollbänder gehalten. Daneben gab es auch eine Vielzahl von Schleiern, die von Frauen aller Schichten benutzt wurden, da es als
unschicklich galt, sich ohne Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit zu zeigen.
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Wer bei den III. Welzheimer Römertagen am 28. und 29. Mai 2011 im passenden „Outfit“ dabei sein möchte – sei es als Besucher, Helfer oder Mitwirkender - hat bei zwei Nähkursen, die das
Kreativlädle in der Rudersberger Straße 12 anbietet, Gelegenheit, seine Römerkleidung selbst zu nähen.
Die Termine: 19.04.2011 von 9:00 bis 12:00 Uhr und 03.05.2011von 15:00 bis 18:00 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon: 07182-496723.
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